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      Superprivileg

      Um Zeichnern von Luxemburger Lebensversicherungsverträgen ein Maximum an Sicherheit zu bieten, schreibt das Gesetz vor, dass die Vermögenswerte, die zur Deckung der Verpflichtungen des Versicherers dienen, bei einem Kreditinstitut deponiert werden, das zuvor von der zuständigen Versicherungsaufsicht Commissariat aux Assurances zugelassen worden ist. Jede Lebensversicherungsgesellschaft muss einen Verwahrungsvertrag mit der Depotbank abschließen, welcher durch die Versicherungsaufsicht genehmigt werden muss.

      Dieser unter dem Namen "Sicherheitsdreieck" bekannte Mechanismus stellt sicher, dass die Aktiva zur Deckung der Verpflichtungen des Versicherers klar von anderen Vermögenswerten des Versicherungsunternehmens getrennt sind und auf separaten Bankkonten gehalten werden. Kundengelder sind damit rechtlich getrennt von Ansprüchen der Anteilseigner oder Gläubiger der Versicherungsgesellschaft. Auch die Depotbank muss diese Anlagen gesondert verwahren und die Interessen der Versicherungsnehmer schützen.

      Das modifizierte Gesetz vom 06. Dezember 1991 gewährt den Zeichnern eines Luxemburger Lebensversicherungsvertrages den Status eines erstrangigen Gläubigers auf die Vermögensgegenstände der Versicherung, welche die versicherungstechnischen Rückstellungen darstellen. Dieses Vorzugsrecht der Zeichner gegenüber allen anderen wie auch immer gearteten Gläubigern, auch unter dem Namen "Superprivileg" bekannt, zielt darauf ab, die Versicherungsnehmer gegen Insolvenzrisiken des Versicherers abzusichern.