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      Versicherungen

      Die Nutzung von juristischen Einheiten unter Luxemburger Recht für den Abschluss von Lebensversicherungsverträgen entwickelt sich zunehmend zum Wachstumsmotor für das Lebensversicherungsgeschäft in Luxemburg.

      Luxemburger Lebensversicherungsprodukte bieten dem Anleger eine einzigartige Absicherung, eine hohe Flexibilität in der Vertragsgestaltung und der Verwaltung der Aktiva, eine vollkommene Steuerneutralität und eine gesetzlich garantierte Vertraulichkeit. All dies macht aus dem Luxemburger Lebensversicherungsvertrag eines der besten Instrumente zur Vermögensverwaltung und zur Nachlassplanung für eine anspruchsvolle europäische und auch internationale Kundschaft.

      Das anwendbare Steuerrecht, sowohl für den Zeichner als auch den Begünstigten einer Luxemburger Lebensversicherung, richtet sich nach dem jeweiligen Wohnsitzstaat – wobei Lebensversicherungen in den meisten europäischen Ländern steuerlich begünstigt sind. In Luxemburg unterliegen weder die Prämienzahlungen noch realisierte Kapitalgewinne bei Rückkauf oder Endfälligkeit des Vertrages oder die an den/die Begünstigten gezahlte Todesfallleistung einer Besteuerung. Infolgedessen werden Luxemburger Lebensversicherungsverträge so konzipiert, dass sie den rechtlichen und steuerlichen Anforderungen des Wohnsitzstaates des Versicherungsnehmers entsprechen.

      Der Vertrieb dieser Lebensversicherungsprodukte erfolgt überwiegend über Banken – der Absatz über Versicherungsmakler ist gering.

      Der gesetzliche und regulatorische Rahmen in Luxemburg bietet den Versicherungsgesellschaften ein hohes Maß an Flexibilität bei ihrer Anlagepolitik und erlaubt es ihnen so, ihren Kunden eine breite Auswahl an maßgeschneiderten Produkten anzubieten.

      Fondsgebundene Versicherungsprodukte
       

      Neben klassischen Produkten mit garantierter Verzinsung, bei denen die Prämien der Versicherten im allgemeinen Deckungsstock der Versicherungsgesellschaft oder deren Muttergesellschaft verwaltet werden, können Luxemburger Gesellschaften eine breite Palette an fondsgebundenen Produkten anbieten, die gekoppelt sind an:

      • externe Investmentfonds, die von erfahrenen Vermögensverwaltern gemanagt werden;
      • interne Fonds, die ebenfalls wie Organismen für gemeinsame Anlagen (OGAWs) funktionieren und die eine gemeinsame Ermessungsverwaltung auf Grundlage eines Kundenmandats erlauben und dabei die unterschiedlichen Risikoprofile der Zeichner berücksichtigen;
      • zweckgebundene interne Fonds, die ein individuelles Verwaltungsmandat gemäß den persönlichen Zielen des Zeichners ermöglichen. Mehrere zweckgebundene Fonds können in einem Versicherungsvertrag untergebracht werden.

      Die Möglichkeiten, die in einem Versicherungsvertrag gehaltenen Aktiva zu diversifizieren, steigen proportional zu den investierten Beträgen und sind abhängig vom gewählten Fondstyp. Die Auswahl möglicher Anlagen wird größer: von nationalen oder internationalen Aktien-, Geldmarkt- oder Anleihefonds über alternative Fonds und strukturierte Produkte bis hin zu börsennotierten und nicht börsennotierten Aktien.

      Die Anlagestrategie kann während der gesamten Laufzeit des Vertrages jederzeit angepasst werden.

      Superprivileg
       

      Um Zeichnern von Luxemburger Lebensversicherungsverträgen ein Maximum an Sicherheit zu bieten, schreibt das Gesetz vor, dass die Vermögenswerte, die zur Deckung der Verpflichtungen des Versicherers dienen, bei einem Kreditinstitut deponiert werden, das zuvor von der zuständigen Versicherungsaufsicht Commissariat aux Assurances zugelassen worden ist. Jede Lebensversicherungsgesellschaft muss einen Verwahrungsvertrag mit der Depotbank abschließen, welcher durch die Versicherungsaufsicht genehmigt werden muss.

      Dieser unter dem Namen "Sicherheitsdreieck" bekannte Mechanismus stellt sicher, dass die Aktiva zur Deckung der Verpflichtungen des Versicherers klar von anderen Vermögenswerten des Versicherungsunternehmens getrennt sind und auf separaten Bankkonten gehalten werden. Kundengelder sind damit rechtlich getrennt von Ansprüchen der Anteilseigner oder Gläubiger der Versicherungsgesellschaft. Auch die Depotbank muss diese Anlagen gesondert verwahren und die Interessen der Versicherungsnehmer schützen.

      Das modifizierte Gesetz vom 06. Dezember 1991 gewährt den Zeichnern eines Luxemburger Lebensversicherungsvertrages den Status eines erstrangigen Gläubigers auf die Vermögensgegenstände der Versicherung, welche die versicherungstechnischen Rückstellungen darstellen. Dieses Vorzugsrecht der Zeichner gegenüber allen anderen wie auch immer gearteten Gläubigern, auch unter dem Namen "Superprivileg" bekannt, zielt darauf ab, die Versicherungsnehmer gegen Insolvenzrisiken des Versicherers abzusichern.